Interview zu fürsorgerischen Zwangsmassnahmen
Die Wanderausstellung «Ich bin einfach niemand gewesen – Fürsorge und Zwang in der Schweiz» macht in diesen Wochen Halt in Buchs. Sie gibt Einblicke in die Praktiken fürsorgerischer Zwangsmassnahmen in der Schweiz bis 1981, von denen Tausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene betroffen waren, vorab durch Verdingungen und administrative Versorgungen.
Während das Thema in der Schweiz eine eigentliche Aufarbeitungskonjunktur erfahren hat, ist zu fürsorgerischen Zwangsmassnahmen in Liechtenstein erst wenig bekannt. Das Forschungsprojekt «Die Welt der Sozialpolitik in einem sehr kleinen Staat: Fürsorge in Liechtenstein, 19. – 21. Jahrhundert», das im Fachbereich Geschichte des Liechtenstein-Instituts bearbeitet wird, nimmt sich auch dieses Aspekts der liechtensteinischen Fürsorgegeschichte an. Darüber, was man schon weiss, und darüber, dass im Rahmen des Projekts namentlich die administrativen Versorgungen genauer untersucht werden sollen, hat Stephan Scheuzger mit der «Liewo» in einem Interview gesprochen.
«Für viele war das schlimm». Interview von Melanie Steiger mit Stephan Scheuzger. Liewo, 21. Juni 2026.







