Das Liechtenstein-Institut ist der Unabhängigkeit, der Objektivität und der Neutralität verpflichtet. Seine an die akademische Fachwelt und an die Öffentlichkeit gerichtete Tätigkeit ist unvoreingenommen und transparent.
Unabhängigkeit wird insbesondere gewährleistet durch die Organisation des Liechtenstein-Instituts als gemeinnütziger Verein, durch die Finanzierung aus unterschiedlichen Quellen und durch eine selbstbestimmte Forschungsagenda. Analyse-, Gutachtens- oder Umfrageaufträge stellen die Unabhängigkeit des Liechtenstein-Instituts nicht in Frage, weder inhaltlich noch finanziell.
Objektivität beruht auf der wissenschaftlichen Integrität und Sorgfalt der Forschenden. Dazu gehören die freie, autonome Forschungskonzeption und Methodenwahl, die Einhaltung wissenschaftlicher Standards, die Ergebnisoffenheit sowie die offene Publikation der Ergebnisse und Methoden der getätigten Forschung.
Neutralität äussert sich in der Nichtbevorzugung einzelner politischer Parteien oder Ausrichtungen und in der Offenheit für den Austausch mit allen Akteuren der Wissenschaft, der Politik, öffentlichen Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Das Liechtenstein-Institut stützt seine Kommunikation auf Forschungsergebnisse und nicht auf Meinung oder Ideologie. Es nimmt keinen aktiven Einfluss auf den politischen Entscheidungsprozess.
Die Forschung des Liechtenstein-Instituts erbringt neue wissenschaftliche Erkenntnisse und verknüpft bestehendes Wissen mit den Besonderheiten Liechtensteins. Damit liefert das Liechtenstein-Institut wissenschaftlich fundierte Antworten auf zentrale Fragen zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft Liechtensteins, zur Region und zu Kleinstaaten allgemein.
Die aus der Forschungsarbeit gewonnenen Erkenntnisse tragen in der in- und ausländischen Öffentlichkeit zum besseren Verständnis Liechtensteins bei, fördern ein weltoffenes und differenziertes liechtensteinisches Selbstverständnis und unterstützen die nachhaltige Entwicklung Liechtensteins. Die Forschung des Liechtenstein-Instituts umfasst sowohl erkenntnisorientierte Grundlagenforschung als auch problemlösungsorientierte Forschung. Sie erfolgt in Form von mehrjährigen Forschungsprojekten, kürzeren Studien, in interdisziplinären Projekten und internationalen Kooperationen.
Das Liechtenstein-Institut hat sich als ein national und international gut vernetztes Forschungsinstitut etabliert. Der Austausch mit anderen Forschungs- und Bildungseinrichtungen ist ebenso wichtig wie der Dialog mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. In vielen seiner Forschungsfelder ist das Liechtenstein-Institut die einzige wissenschaftliche Institution in Liechtenstein, die sich mit Themen befasst, die für das Land und seine Nachbarregionen von Bedeutung sind.
Das Liechtenstein-Institut verwirklicht seine Ziele durch Forschung, Lehre, Publikationen, Beiträge an externen wissenschaftlichen Tagungen, eigene Veranstaltungen, Medienbeiträge und internationale Zusammenarbeit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Liechtenstein-Instituts erstellen Gutachten und Studien, betreuen Dissertationen und Diplomarbeiten mit und lehren im Rahmen der beruflichen Weiterbildung, der Erwachsenenbildung sowie an Universitäten und Hochschulen. Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses werden Doktorandenstellen und Praktikumsplätze angeboten. Überdies dient das Liechtenstein-Institut als Anlaufstelle für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland.