Zweite Befragungswelle zum Medienverhalten: Stabile Einstellungen trotz Medienumbruch
Service public ja – aber zum richtigen Preis
Eine Mehrheit der Bevölkerung wünscht sich mehr Medienvielfalt. Damit verbunden werden insbesondere Angebote, die in jüngerer Zeit weggefallen sind – namentlich ein landeseigener Radiosender sowie eine zweite Tageszeitung. Grundsätzlich steht eine Mehrheit der Bevölkerung einem öffentlich-rechtlichen Medienangebot offen gegenüber. Uneinigkeit besteht hingegen bei der konkreten Ausgestaltung. Überdies zeigt sich deutlich: Ein zukünftiges Service-public-Angebot sollte schlanker und kostengünstiger ausgestaltet sein als frühere Modelle.
Die Unterstützung der staatlichen Förderung privater Medien bleibt konstant hoch. Rund drei Viertel der Befragten (74 %) beurteilen diese positiv. Auch das Vertrauen in journalistische Medien ist im internationalen Vergleich weiterhin hoch. Gleichzeitig zeigen sich aber zunehmend Unterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen und Mediengattungen – das Medienvertrauen wird selektiver und stärker nach Nutzungsmustern geprägt.
Die Medienlandschaft differenziert sich schliesslich weiter aus. Klassische Medien bleiben zwar wichtig, gleichzeitig zeigen sich unterschiedliche Mediennutzungstypen in der Bevölkerung. Auffällig ist besonders, dass rund 28 Prozent der Bevölkerung klassische Nachrichtenangebote kaum nutzen.







