Impulse für die Zukunft im KI-Zeitalter

20.05.2026 - Mitteilung
Mit der Veranstaltung «Wissenschaftsstandort Liechtenstein – Forschung sichtbar machen!» setzte der Hochschulverbund – bestehend aus dem Liechtenstein-Institut, der Universität Liechtenstein und der Privaten Universität im Fürstentum Liechtenstein (UFL) – ein starkes Zeichen für die Sichtbarkeit und Relevanz von Forschung im Land. Zahlreiche Gäste folgten am 13. Mai 2026 der Einladung in den Gemeindesaal Gamprin, um aktuelle Forschungsprojekte kennenzulernen und zentrale Zukunftsfragen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz (KI) zu diskutieren.

Vielfalt der Forschung hautnah erleben
Bereits beim Rundgang durch die Posterausstellung wurde deutlich, wie breit die Forschungslandschaft in Liechtenstein aufgestellt ist. Rund zwei Dutzend Projekte aus den Forschungsbereichen der drei Institute wurden anschaulich präsentiert.

Ein besonderes Highlight bildeten die Science Slams: In kompakten fünfminütigen Beiträgen präsentierten junge Forschende ihre Arbeiten auf verständliche und unterhaltsame Weise. Die Bandbreite der Themen reichte von grundlegenden Fragen wie „Ist Liechtenstein ein Nationalstaat?“ über juristische Aspekte von Tischreservierungen („No-Shows“) bis hin zu gesellschaftspolitischen Fragestellungen rund um Repräsentation des Volkes auf parlamentarischer Ebene oder praktischen Einblicken in medizinische Forschung, etwa zur Betreuung von Menschen mit Hörbeeinträchtigungen.

Die Science Slams zeigten eindrücklich, wie komplexe wissenschaftliche Inhalte einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden können – und wie wichtig es ist, Forschung nicht nur zu betreiben, sondern auch verständlich zu kommunizieren. Gleichzeitig bot das Format insbesondere jüngeren Forschenden eine Bühne, ihre Arbeit sichtbar zu machen und einem breiten Publikum zu präsentieren.

KI als Treiber des Wandels – und die Rolle des Menschen
Im Zentrum des Abends stand eine hochaktuelle Frage: Welche Auswirkungen hat Künstliche Intelligenz auf Bildung, Forschung und Arbeitsmarkt?

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutierten Bildungsminister Daniel Oehry, Christian Frommelt (Universität Liechtenstein), Martin Geiger (Liechtenstein-Institut) sowie Bernhard Güntert (UFL) über Chancen und Herausforderungen.
Ein zentrales Fazit: KI ist ein leistungsfähiges Werkzeug – ersetzt jedoch nicht den Menschen. Während sie insbesondere bei der Verarbeitung grosser Datenmengen und in unterstützenden Tätigkeiten bereits heute wertvolle Dienste leistet, bleibt der kritische, analytische und kreative Geist des Menschen unersetzlich. Gerade in der Spitzenforschung ist die Fähigkeit, richtige Fragen zu stellen und Ergebnisse einzuordnen, entscheidend.

Future Skills: Kritisches Denken und lebenslanges Lernen
Vor dem Hintergrund des rasanten technologischen Wandels gewinnt die Frage nach den Kompetenzen der Zukunft zunehmend an Bedeutung. Einigkeit bestand darin, dass neben Fachwissen insbesondere sogenannte „Future Skills“ gefragt sind: kritisches Denken, Urteilsvermögen, Kommunikationsfähigkeit und Empathie.

Als zentraler Erfolgsfaktor wurde das lebenslange Lernen hervorgehoben. Bildungseinrichtungen sind gefordert, flexibel auf neue Entwicklungen zu reagieren und Lerninhalte kontinuierlich anzupassen. Gleichzeitig kommt auch der Wirtschaft eine wichtige Rolle zu, wenn es darum geht, Mitarbeitende weiterzubilden und auf neue Anforderungen vorzubereiten.

Forschung als Schlüssel für gesellschaftliche Entwicklung
Die Veranstaltung machte deutlich: Forschung schafft nicht nur Wissen, sondern auch konkreten Mehrwert für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Der enge Austausch zwischen Hochschulen, Staat und Unternehmen ist dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Standort Liechtenstein.

Zum Abschluss der Veranstaltung präsentierte eine Jury die besten drei Poster. Beim Apéro wurde die Gelegenheiten genutzt, mit Forschenden und Gästen ins Gespräch zu kommen. 

Mit Formaten wie dieser Veranstaltung trägt der Hochschulverbund aktiv dazu bei, Forschung sichtbar zu machen, den Dialog zu fördern und wichtige Impulse für die Zukunft zu setzen.

Moderiert wurde der Abend von Georges Baur, Karin Frick und Cornelius Goop präsentierten Science Slams. In der Posterausstellung waren Patricia Schiess, Johannes Lehmann, Thomas Milic und Johannes Lehmann vertreten, Cyrus Beck präsidierte die Posterjury.  

Lebenslanges Lernen als «Future Skill». Beitrag von Sina Thöny, Liechtensteiner Vaterland, 15. Mai 2026

Kritisches Denken trotz KI. Beitrag von Johannes Mattivi, lie24.li, 15. Mai 2026

Wissenschaftsstandort Liechtenstein. 1 FL TV News Spezial, 15. Mai 2026

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​​​​Fotoimpressionen: Julian Konrad, Schaan