Workshop in Empirical Macroeconomics 2026: Business Cycles in Times of Fragmentation and Uncertainty
Das Programm begann am Donnerstag mit einer Session zu Erwartungen, gefolgt von einer Session zu Arbeitsmarkt-, Wohnungs- und Inflationsdynamiken sowie einer dritten Session zu Heterogenitäten in Konjunkturzyklen. Am Nachmittag förderten eine Stadtführung und Kaffee den informellen Austausch unter den Teilnehmenden. Den Abschluss bildete die Keynote von Benjamin Born (Universität Bonn, CEPR, CESifo, ifo) mit dem Titel «Anchored in Troubled Waters: Monetary Unions and Uncertainty» (mit Luis Huxel, Gernot Müller und Johannes Pfeifer), die zeigte, dass Währungsunionen die Übertragung gemeinsamer Unsicherheitsschocks unverändert lassen, jedoch die Auswirkungen länderspezifischer Unsicherheit deutlich abschwächen, indem sie über einen nominalen Anker das Preisniveaurisiko begrenzen.
Der Freitag startete mit einer kuratierten Session zu Fragmentierung und Unsicherheit, die neue Erkenntnisse zu Inflations- und Wachstumsrisiken auf Basis von Umfragedaten, den systematischen Ursprüngen geldpolitischer Schocks sowie den Auswirkungen von Zöllen auf Unternehmenserwartungen vorstellte. Anschliessend folgten Sessions zu Glaubwürdigkeit, Kommunikation und Geldpolitik, die neue Ansätze zur Identifikation geldpolitischer Schocks sowie neue Aspekte der geldpolitischen Transmission behandelten.
Wie in den Vorjahren verband der Workshop anspruchsvolle empirische Beiträge mit vielfältigen Gelegenheiten zur Diskussion und Kollaboration. Die Vorträge und Debatten lieferten neue Einblicke, wie Fragmentierung und Unsicherheit Konjunkturzyklen und die Transmission wirtschaftspolitischer Massnahmen prägen, und generierten zahlreiche Ideen für laufende und zukünftige Forschungsprojekte. Insgesamt nahmen über 25 Forschende von Universitäten, Notenbanken, Aufsichtsbehörden und Forschungsinstituten aus ganz Europa teil.
Wir danken herzlich für die finanzielle Unterstützung durch die Universität Innsbruck – insbesondere das Büro des Vizerektors für Forschung und den Forschungsschwerpunkt EPoS (Economy, Politics & Society) – sowie durch das Liechtenstein-Institut und die Johannes Kepler Universität Linz. Zusätzliche Mittel aus dem Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank (Projekt «Deconstructing Uncertainty Shocks») ermöglichten die Einladung führender Expertinnen und Experten.
Organisiert wurde die Veranstaltung von Max Breitenlechner (Universität Innsbruck), Martin Geiger (Liechtenstein-Institut), Jochen Güntner (Johannes Kepler Universität Linz), Johann Scharler (Universität Innsbruck) und Marios Zachariadis (Universität Zypern) und bot eine ausgezeichnete Plattform für wissenschaftlichen Austausch und Vernetzung.
Das vollständige Programm kann hier heruntergeladen werden.
Max Breitenlechner von der Universität Innsbruck war mitverantwortlich für die Organisation des Workshops.

Keynote-Speaker Benjamin Born bei seiner Präsentation.
Zum Titelbild: Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit zum Austausch auch ausserhalb des offiziellen Workshops. Das Bild zeigt die Gruppe beim Goldenen Dachl in der Altstadt von Innsbruck.







