Data-driven human resource management and decision-making authority in companies: New article published in the International Journal of Human Resource Management
Wie verändert datengetriebene Personalführung (HR-Analytics) die Entscheidungsstrukturen in Unternehmen? Eine neue Studie von Johannes Lehmann zeigt, dass der Einsatz von HR-Analytics in Schweizer Unternehmen derzeit mit einer stärkeren Delegation von Entscheidungskompetenzen an tiefere Hierarchiestufen einhergeht. Die Digitalisierung prägt zunehmend auch die Personalführung, eine Entwicklung die unter dem Begriff HR-Analytics zusammengefasst wird. So werden zunehmend mehr Daten gesammelt und analysiert, welche Entscheidungen in der Personalführung unterstützen oder automatisieren sollen. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Studie den Zusammenhang zwischen der Anwendung von HR-Analytics und der Verteilung von Entscheidungsbefugnissen in Schweizer Organisationen.
Aus theoretischer Sicht sind die Effekte nicht eindeutig. Beispielsweise können algorithmische Anwendungen Entscheidungskompetenzen zentralisieren, indem sie Entscheidungen ganz oder teilweise automatisieren. Andererseits kann HR-Analytics detaillierte Informationen über Arbeitsprozesse bereitstellen, die insbesondere Mitarbeitenden auf tieferen Hierarchiestufen helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen. Eine Entwicklung die aus ökonomischer Perspektive für eine Stärkung von ihren Entscheidungskompetenzen spricht. Die empirische Analyse stützt sich auf eine Befragung von knapp 500 schweizerischen Unternehmen. Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen den Einsatz von HR-Analytics aktuell mit einer Stärkung der Entscheidungskompetenzen der Mitarbeitenden kombinieren. Dieser Effekt zeigt sich sowohl für einen übergeordneten Index als auch bei spezifischen operativen und strategischen Entscheidungen.







