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Profile der politischen Parteien und ihre Umsetzung

Vortragsreihe:
100 Jahre Parteien in Liechtenstein
Zeit:
27. November 2018 18:30 - 20:00
Ort:
Liechtenstein-Institut
St. Luziweg 2
Auf dem Kirchhügel
LI - 9487 Bendern
Zur Vortragsreihe
1918 wurden die ersten beiden Parteien Liechtensteins gegründet: die Christlich-Soziale Volkspartei und die Fortschrittliche Bürgerpartei. Sie dominierten jahrzehntelang das politische Geschehen. Selten kandidierten weitere Parteien für den Landtag. Erst 1993 konnte die Freie Liste 1993 neben den beiden Grossparteien Landtagsmandate erobern. 2013 waren erstmals vier Parteien im Landtag vertreten. Das Jubiläum ist ein Anlass, um in einer Vortragsreihe auf die Parteiengeschichte und die aktuelle Situation einzugehen.

Mit den politischen Parteien würdigt die Vortragsreihe einen zentralen politischen Akteur, der jüngst oft gescholten wurde, aber nichts an seiner Relevanz verloren hat. Das Liechtenstein-Institut bietet einen wissenschaftlich fundierten Überblick über die Entstehung der Parteien in Liechtenstein, ihre rechtliche und politische Stellung und Funktion im politischen System sowie über konkrete Herausforderungen, die sich den liechtensteinischen Parteien aktuell stellen. 

Zum Vortrag
Das Parteiensystem Liechtenstein hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Nachdem bei den Landtagswahlen 2013 und 2017 jeweils vier Parteien den Sprung in den Landtag schafften, sorgen im laufenden Jahr der Parteiaustritt eines FBP-Abgeordneten und die Spaltung der Oppositionspartei Die Unabhängigen für weitere Bewegung in der Parteienlandschaft. 

Der Vortrag geht der Frage nach, inwieweit mit der gestiegenen Anzahl Parteien auch eine stärkere ideologische Profilierung der Parteien einhergehen wird. Dazu wird er die typischen politischen Kategorisierungen erläutern und in Bezug zum Parteiensystem Liechtensteins stellen. Wo lassen sich die Parteien Liechtensteins anhand ihrer Parteiprogramme und Profile einordnen? Welchen Werten und Idealen folgen sie? Und wie werden diese Werte in der politischen Arbeit umgesetzt? 

Neben den Parteiprogrammen sowie Daten aus Nachwahlbefragungen und der Plattform wahlhilfe.li wird auch das Abstimmungsverhalten der einzelnen Abgeordneten im Landtag berücksichtigt. Der Vortrag schliesst mit der Präsentation ausgewählter Thesen zu den Besonderheiten sowie den derzeitigen und künftigen Herausforderungen der liechtensteinischen Parteien, welche in der anschliessenden Diskussion gemeinsam mit dem Publikum vertieft werden sollen.  

„Parteien müssen sich um ihre Organisation kümmern“. Berichterstattung von Susanne Quaderer im Liechtensteiner Vaterland, 28.11.2018.

Ist die Parteienvielfalt ein Risiko für die Stabilität Liechtensteins?, Berichterstattung von Hannes Matt im Liechtensteiner Volksblatt, 28.11.2018. 

 

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