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Geiger, Peter (1997): Krisenzeit, Liechtenstein in den Dreissigerjahren 1928-1939, 2 Bände. Vaduz: Verlag des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein/Zürich: Chronos.

Erscheinungsjahr:
1997
Die grosse Weltkrise der Dreissigerjahre des 20. Jahrhunderts ergriff auch Liechtenstein. Erstmals ist hier die für das kleine Land schwierige, lang tabuisierte Spanne der Zeitgeschichte umfassend wissenschaftlich, anschauend und spannend dargelegt. Die liechtensteinische Perspektive erlaubt auch ungewohnte Einblicke in die Zustände der Nachbarländer Schweiz, Österreich und Deutschland.

Das in erster Auflage 1997 erschienene und bald vergriffene, grundlegende Werk ist vom Verlag des Historischen Vereins des Fürstentums Liechtenstein, Vaduz, und vom Chronos Verlag, Zürich, in zweiter, vom Autor durchgesehener Auflage herausgegeben worden und damit wieder verfügbar.

Band I zeichnet die Bevölkerungsentwicklung nach, die politische Wende Ende der Zwanzigerjahre, mit Rheineinbruch, Sparkassa-Affäre, Regierungssturz und Wechsel auf dem Thron; die Wirkungen der Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit, Krisenmassnahmen, Arbeitsbeschaffung und deren Finanzierung, die Verteilungskämpfe der Parteien; das Hereinschwappen des Nationalsozialismus mit Rotter-Entführung und Antisemitismus; die Erneuerungsbewegung „Liechtensteiner Heimatdienst“ und die Entstehung der „Vaterländischen Union“; die Gesetzgebung des Jahrzehnts; die Rolle der Fürsten Johann II., Franz I. und Franz Josef II.

Band II behandelt die Aussenpolitik, die Märzkrise 1938, Anschlusstendenzen, die Haltung Hitlers zu Liechtenstein; die Notkoalition der Parteien; die einheimische nationalsozialistische ‘Volksdeutsche Bewegung’; den Thronwechsel 1938; die militärischen Bemühungen der Schweiz um Liechtenstein, den Ellhornhandel; den Berlinbesuch des Fürsten; den Anschlussputsch 1939, die patriotische Reaktion; die Einbürgerungs- und Flüchtlingspolitik; die Stimmung vor dem Kriegsausbruch.
Forschungsbereiche
» Weltkriege und Zwischenkriegszeit

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